Neue Anwendung einer unserer alten Visualisierungen

Sehr schön, wenn unsere Ideen aufgegriffen werden!

In der Würzburger Mainpost hat der Redakteur Ernst Jerg sich mal genauer mit den Posten beschäftigt, die die Würzburger Stadtratsmitglieder – neben ihrem vom Bürger verliehenen Amt – sonst noch so bekleiden.

In dem Artikel wird eine  interaktive Graphik von Ralf Thees (Datenjornalist) verlinkt, die die Postenverteilung und die Saläre der einzelnen Würzburger Stadträte visualisiert. Diese Visualisierung geschieht fast analog zu unserer Darstellung der Aufsichtsrats- und Beiratsposten, die unsere Bundestagsabgeordneten 2013 innehatten.

Bundestagsabgeordnete in Aufsichtsräten - Gnutiez 2013 (links) u. Stadträte in Aufsichtsräten - Mainpost 2014 (rechts)

Bundestagsabgeordnete in Aufsichtsräten – Gnutiez 2013 (links) u. Stadträte in Aufsichtsräten – Mainpost 2014 (rechts)

Gnut.

EDIT 23.09.2015: Danke auch für die Erwähnung auf visualcomplexity.com

Clusterlisten – Neues Feature im Themenuniversum

Im Netz indizieren die unterschiedlichen Farben unterschiedliche Themengebiete bzw. Terme aus denselben.

Clusternetzansicht

Clusternetzansicht

 

Das kann – gerade abends – schon mal ein bisschen unübersichtlich werden. Um das Ganze für den Listenfanatiker nochmal ein bisschen freundlicher aufzubereiten, haben wir dem Themenuniversum nun eine Listenansicht der identifizierten Cluster (Menüpunkt oben links) inkl. Verlinkung der Terme als Sprungmarke direkt ins Universum spendiert.

Clusterlistenansicht

Clusterlistenansicht

 

Gnut.

Strahlungsdosen visualisiert

xkcd.com stellt eine Übersichtsgraphik zur Verfügung, auf die wir hier mal wieder ein bisschen prominenter aufmerksam machen wollen. Der Urheber der Graphik weist darauf hin, dass er kein Physiker ist und die Informationen nur aus den hier verlinkten Quellen zusammengetragen hat.

Das Ganze ist also mehr informativ, um sich in der immer noch stattfindenden Berichterstattung zum Unglück in Japan (Z.B. http://www.spiegel.de/thema/fukushima/) besser zurechtfinden zu können.

Die Graphik wurde vom Urheber zur freien Verwendung freiggeben!

radiation dose chart

radiation dose chart

Gnut.

Dantes Göttliche Komödie: Eine semidiotische Analyse

Es ist die mystische Verklärtheit, die Dantes Werk – und im Besonderen der Divina Commedia – ihre seit Jahrhunderten anhaltende Faszination verleiht. Die “Göttlich Komödie” wurde erst kürzlich wieder ins Licht der Öffentlichkeit (nicht nur bei Verschwörungstheoretikern) gezerrt, nachdem der berühmt fiktive Kunsthistoriker Robert Langdon im neuen Roman von Dan Brown auf den infernalen Spuren Dantes durch Florenz und Venedig springt. Langdon ist Spezialist für Symbole. Auch wenn die Symbologie zwar ebenso wenig mit Semiotik zu tun hat, wie die Disziplin der Semidiotik, kann die Definition doch Licht ins Dunkle bringen.

Die erkenntnistheoretische Wissenschaftsdisziplin der Semiotik (altgr. σημεῖον sēmeĩon „Zeichen“, „Signal“) befasst sich mit Zeichensystemen im allgemeinen  (zum Beispiel Bilderschrift, Gestik, Formeln, Sprache, Verkehrszeichen). Die Semidiotik ist dem sehr ähnlich und mindestens genauso ernst zu nehmen!

Und tatsächlich: Semidiotisch betrachtet offenbart sich im alten Werk Dantes ein Detail, welches an Genialität und Schöpfungseifer der Mathematik der alten Ägypter in nichts nachsteht.

Ist es ein Zufall, oder eine geheime Botschaft, die Dante vor hunderten Jahren in seinem Werk versteckte? Diese Gleichverteilung über 3 Bücher mit 100 Kapiteln und mehr als 500000 Zeichen. Atemberaubend!

Hölle (Canto I-XXXIV)  Fegefeuer (Canto I-XXXIII) Paradies (Canto I-XXXIII)

Quellen

Datensatz der Analyse

Wikipedia: Dantes Göttliche Komödie
Text bei Projekt Gutenberg
Inferno von Dan Brown

Kurzer Exkurs zu Open Data in Deutschland

Delikte

Offene Daten gibt’s inzwischen viele.

Im Rahmen der Open-Gouvernement-Initiativen der Regierung (z.B. offenedaten.de , deutschland-api.de, bundestagger.de, opendata.service-bw.de, etc.), der EU (z.B. open-data.europa.eu) und anderer öffentlicher Einrichtungen sind tausende Datensätze zu ebenso vielen Themenbereichen zu finden.

Was stört ist die Form der Veröffentlichung. Schon nach kurzer Recherche fällt auf, dass viele der Daten, die auf den Portalen veröffentlicht werden, in einem kläglichen Zustand und zudem meist alles nur nicht aktuell sind. Continue reading

Abgeordnete in Aufsichtsräten und anderen Ämtern – Open Data

bundestagsabgeordneteaemter

Nachdem es in den letzten Wochen immer wieder kleinere und größere Probleme mit Politikern in Aufsichtsräten gegeben hat (UPDATE: oder noch aktueller in anderen außerparlamentarischen Ämtern),  sind wir auf die Suche nach offenen Datenquellen gegangen, um uns selbst mal eine Übersicht über die Verstrickungen der Politik mit Aufsichtsräten, Beiräten und anderen Gremien in Unternehmen, Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen zu verschaffen.

Fündig wurden wir u.A. bei bundestag.de und auf den Seiten diverser Landtage. Hier findet sich alles, was an Daten benötigt wird, um Netzwerke zu analysieren. Da wie immer keine Zeit ist, fangen wir heute mal ganz oben an und arbeiten uns in den nächsten Wochen Schritt für Schritt runter, bis in die Kreistage. Continue reading

Zeichen der Zeit – Studienfach “Datenjournalismus” an der Uni Zürich

Zuerich

Aus dem Vorlesungsverzeichnis der Universität Zürich

Man kann über die Schweiz denken was man will, speziell an der Universität Zürich jedenfalls scheinen ein paar vorausschauende Köpfe an der Planung neuer Lehrinhalte bzw. Studienrichtungen beteiligt zu sein.

In der Ankündigung des neuen Studienfachs „Politischer Datenjournalismus“ verweisen die Verfasser des Curriculums auf die wachsende Zahl an frei verfügbaren Daten, die förmlich dazu aufrufen, redaktionell aufbereitet und visualisiert zu werden. Das Fach selbst soll eine Kombination aus „klassischem politischem Journalismus“ und dem „Erschließen von Datenquellen sowie Methoden des Datamining und der Datenvisualisierung“ sein.

Können wir nur hoffen, dass der Datenjournalismus in Deutschland auch langsam ein bisschen mehr Aufwind bekommt!

 

Gnut.

Personen in der Zeit – Journalismus mit Gephi

Freut uns zu sehen, dass Gephi langsam den Weg in den deutschen Datenjournalismus findet. Auf jeden Fall hat Gregor Aisch  mit der Visualisierung der meistgenannten 250 Personen auf Zeit Online zum Neuen Jahr mal wieder gezeigt, wie schön Graphen sein können. Den Informationsgehalt betrachten wir dabei einfach mal nicht 😉

Gnut.

Simple Novelty Detection – Am Beispiel der Neujahrsrede unserer Kanzlerin

MerkelAnspracheTimeTTR

Heute mal ein kleiner Exkurs. Weg von Netzen hin zur Bestimmung des Neuigkeitsgrades einer Information, die in einem Text gegeben wird.

Spezieller geht es darum, einen gegebenen Text, ohne jegliche Segmentierung an der Oberfläche durch Absätze, in inhaltlich logische Segmente zu zerlegen.

Es gibt viele Verfahren, die zu diesem Zwecke instrumentalisiert werden können. In der hohen Wissenschaft bzw. bei einer der renommiertesten internationalen Konferenzen zur Textanalyse, der TRAC (Text Retrieval Conference), gab es schon eigene Tracks, die sich ausschließlich diesem Thema (novelty detection) widmeten. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich hochmathematische Papers finden lassen, in denen  alle Arten an machine-learning-Algorithmen zum Einsatz kommen und neben der Anwendung statistischen Verfahren, Texte auch in Form von Graphen und/oder Vektoren repräsentiert betrachtet werden, um den Neuigkeitsgrad zu bestimmen.

Alles für die Wissenschaft! Continue reading